Weiterbildung zum/ zur Fahrlehrer/in

Um den Führerschein zu machen, benötigen Führerscheinanwärter Fahrstunden und theoretisches Fachwissen. Dieses wird ihnen von Fahrlehrern und Fahrlehrerinnen vermittelt. Zu ihrem Aufgabengebiet zählt der theoretische Unterricht sowie die Abhaltung von Fahrstunden. Zudem müssen Fahrlehrer die Grundlagen der Funktionsweise von Fahrzeugen und die wichtigen Verhaltensregeln im Straßenverkehr beherrschen.

Die Weiterbildung zum Fahrlehrer bietet sich deshalb vor allem für Personen an, welche ein allgemeines Interesse an Fahrzeugen besitzen und dieses Wissen gerne an andere Personen weitergeben möchten.

 

Wissenswertes über den Fahrlehrer bzw. die Fahrlehrerin

Der Beruf des Fahrlehrers bzw. der Fahrlehrerin besteht zu einem aus dem theoretischem Fachwissen rund um die verschiedenen Fahrzeuge und zum anderen aus dem Abhalten von Fahrstunden. Der Fahrlehrer vermittelt die Grundlagen zur Funktionsweise von Autos, Motorrädern und anderen Kraftfahrzeugen. Zugleich muss er die Verhaltensregeln im Straßenverkehr beherrschen. Funktionsweise wie Verhaltensregeln werden im Rahmen von Theoriestunden an die Führerscheinanwärter vermittelt. Diese müssen anschließend mit einem Fahrlehrer Fahrstunden absolvieren, um zur Führerscheinprüfung zugelassen zu werden. Die theoretischen Kenntnisse dienen der Vorbereitung zur schriftlichen Führerscheinprüfung. Zudem kann der Fahrlehrer bei Bedarf Testfragebögen veranlassen, welche er bearbeitet, auswertet sowie mit den Schülern gemeinsam bespricht.

Während die theoretische Phase der Vermittlung der Grundlagen und des Grundwissens gelten, leiten die Fahrlehrer in den praktischen Phasen den Fahrunterricht im öffentlichen Straßenverkehr an. Die Lehrinhalte umfassen unter anderem sicheres Bremsen, Anfahren, Lenken, Schalten und Kuppeln. Die geleisteten Stunden werden durch den Fahrlehrer bzw. durch die Fahrlehrerin vermerkt. Zugleich muss der Fahrlehrer in der Lage sein, das Können und die Fähigkeiten des Schülers einzuschätzen und ihm damit helfen, seine Kenntnisse bis zu einem gewissen Maß zu perfektionieren, um die schriftliche wie theoretische Führerscheinprüfung abzulegen. Erfüllt der Schüler alle Voraussetzungen, erfolgt zugleich durch den Fahrlehrer die Anmeldung zur Fahrprüfung, wobei der Fahrlehrer als Unterstützer bei dieser anwesend ist. Somit muss der Fahrlehrer ebenfalls organisatorische Fähigkeiten besitzen, um Fahrstunden und -prüfungen managen zu können.

 

Für welche Berufe bietet sich eine Weiterbildung zum Fahrlehrer bzw. zur Fahrlehrerin an?

Der Beruf des Fahrlehrers bzw. der Fahrlehrerin eignet sich vor allem für Personen, welche sich gerne mit Fahrzeugen beschäftigen. Dies kann unter anderem der Mechaniker oder Karosseriespengler sein. Da der Fahrlehrer keine besonderen Vorkenntnisse erfordert, ist die Umschulung für zahlreiche Interessenten attraktiv. Als eine Grundvoraussetzung gilt jedoch mindestens ein Hauptschulabschluss mitsamt einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Zur Beginn der Umschulung müssen die Anwärter einen Antrag stellen, welche ihnen eine befristete Fahrlehrererlaubnis ausstellt. Ebenfalls muss die geistige wie körperliche Eignung mittels Attest nachgewiesen werden.

Aufgrund geeigneter Unterlagen müssen die Bewerber zudem ihre Fahrpraxis für das gewünschte Fahrzeug, welches sie unterrichten möchten nachweisen. Aus diesem Grund können nur Personen, welche selbst einen Führerschein mitsamt jahrelanger Fahrpraxis besitzen, die Umschulung antreten. Die Unterlagen dürfen nicht älter als fünf Jahre sein. Das Ausmaß der Fahrpraxis unterscheidet sich je nach Fahrzeugklasse, beträgt aber durchschnittlich zwei bis drei Jahre.

Aufbau und Inhalte der Weiterbildung

Die Umschulungsdauer zum Fahrlehrer bzw. zur Fahrlehrerin ist einheitlich geregelt, unterscheidet sich allerdings bei jeder Fahrzeugklasse. Je nach Fahrzeug müssen die Anwärter ungefähr einen bis zwölf Monate Umschulungsphase einplanen. Die Umschulung besteht aus einer theoretischen wie praktischen Phase. Der theoretische Teil der Weiterbildung beinhaltet unter anderem das Fahrverhalten, die Regeln im Straßenverkehr, Technik und Umweltschutz, Recht sowie theoretische Grundlagen des Fahrzeugs. Auch die Grundlagen der Verkehrspädagogik und betriebswirtschaftliche Regelungen gehören zum Wissensgebiet des Fahrlehrers.

Um als Fahrlehrer tätig zu werden, müssen die Umschüler eine Abschlussprüfung absolvieren. Diese ist nur Personen zugänglich, welche ihre Weiterbildung an einer eingetragenen Fahrlehrerausbildungsstätte und einer Ausbildungsfahrschule absolviert haben. Die Ausbildung muss zudem die theoretischen und praktischen Unterrichtsstunden nachweisen, welche im Rahmen der Umschulung gefordert werden. Sämtliche Personen, welche binnen drei Jahre die Umschulung durchführen und über dementsprechende Nachweise verfügen, können die Fahrlehrererlaubnis erwerben.

 

Berufliche Möglichkeiten für Fahrlehrer nach einer Weiterbildung

Der Fahrlehrer besitzt die Möglichkeit, zahlreiche Spezialisierungen und Weiterbildungen zu absolvieren oder sich selbstständig zu machen. Die Spezialisierungen resultieren aus dem Vorhandensein des Führerscheins für eine Fahrzeugklasse. Beispielsweise kann sich der Fahrlehrer auf Autos, LKWs, Busse oder Motorräder spezialisieren, insofern er einen Führerschein für das Fahrzeug mitsamt langjähriger, unfallfreier Fahrererfahrung besitzt. Fahrlehrer können ihre eigene Fahrschule eröffnen, wenn wie auch über Kenntnisse in der Unternehmensführung verfügen.

Zudem müssen Kenntnisse in Buchhaltung und EDV vorliegen. Möchten Fahrlehrer einen akademischen Weg einschlagen, bietet sich die Prüfung zum Fachwirt bzw. zur Fachwirtin für Verkehr an. Mittels Hochschulzugang steht ein Studium der Verkehrsbetriebswissenschaft bzw. der Fahrzeugtechnik offen.

 

Diese Weiterbildung wird beispielsweise angeboten von:

  • Internationales Bildungs- und Fahrschulzentrum: Das internationale Bildungs- und Fahrschulzentrum in Berlin führt eine Weiterbildung zum Fahrlehrer für die Fahrzeuge PKW, LKW, Bus und Motorrad. Sämtliche Infos listet die Website auf.
  • Verkehrs-Institut: Das Verkehrsinstitut mit den beiden Sitzen Düsseldorf und Bielefeld ermöglicht sowohl eine Ausbildung zum wie eine Fortbildung für Fahrlehrer. Die Website bietet eine Einsicht auf das gesamte Gebot beider Standorte.
  • Fahrlehrer Akademie: Die Fahrlehrerakademie in Wien ermöglicht eine Weiterbildung zum Fahrlehrer für mehrere Fahrzeuge. Die wichtigsten Informationen beinhaltet die Website.

 

Verwandte Weiterbildungsmöglichkeiten per Fernstudium

Vor allem das Studium zum Fahrzeugtechniker ist mittels Fernstudium möglich. Hierbei handelt es sich vorwiegend um ein Bachelorstudium. Ein passender Studiengang wird von der Wilhelm Büchner Hochschule angeboten.