Weiterbildung zum/zur Konfliktberater/in

Die Konfliktberatung hat verschiedene Anwendungsgebiete. Viele Konfliktberater arbeiten vorrangig als Coach. Sie geben auch Seminare zu konstruktiver Konfliktlösung in Unternehmen und für interessierte Gruppen. Konfliktberater veranstalten innerbetriebliche Fortbildungen und treten als Dozenten auf. Sie sind in der Kinder- und Jugendarbeit tätig und beschäftigen sich dort unter anderem mit emotionalen Problemen, Verhaltensauffälligkeiten und Mobbing.

Das Ziel der Beratung ist die ganzheitliche Betrachtung der Situation und eine moderierte Lösungsfindung. Die Konfliktparteien sollen selbst den für sie passenden Weg zur Konfliktlösung finden und bekommen dabei Handlungsalternativen aufgezeigt. Der Schwerpunkt in der Beratung liegt auf der Optimierung der Kommunikation. Missverständnisse sollen ausgeräumt und in Zukunft vermieden werden. Der Berater lehrt hierfür Strategien zu erfolgreicher Kommunikation. Konfliktberatung stellt auf Grund der ähnlichen Vorgehensweise und derselben Zielsetzung eine Alternative zur Supervision dar.

 

Zu welchen Berufen passt diese Weiterbildung?

Die Fortbildung zum Konfliktberater passt zu allen Personen, die beruflich mit Konfliktsituationen zu tun haben. Hierzu zählen beispielsweise Psychologen, Sozialpädagogen, Mitarbeiter der Personalabteilung, Führungskräfte oder Betriebsräte. Konfliktberatung kann ihnen dabei helfen, Interessenskonflikte innerhalb eines Unternehmens in Einklang zu bringen.

Darüber hinaus eignet sie sich für alle, die Interesse daran haben ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in der Mediation und Krisenbetreuung zu erweitern und sich perspektivisch professionalisieren möchten. Dies kann in Form einer Freiberuflichkeit oder innerhalb der bestehenden Anstellung geschehen.

 

Zugangsvoraussetzungen

Die Zugangsanforderungen unterscheiden sich bei den verschiedenen Kursanbietern. Bei manchen sollte beispielsweise eine Berufstätigkeit vorliegen und der Arbeitgeber die Fortbildung unterstützen oder zumindest befürworten. Persönliche Voraussetzungen an die Kursteilnehmer sind psychische Belastbarkeit, Empathie, Selbstreflexion und ein selbstsicheres Auftreten.

 

Inhalte und Aufbau der Weiterbildung

Die Weiterbildung umfasst etwa 20 Kurstage. An diesen werden die folgenden Inhalte vermittelt:

  • Training der Sozialkompetenz
  • Mediation
  • Konfliktmoderation
  • Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • Gewaltprävention
  • Mobbing
  • Atemtechniken
  • Körpersprache
  • Transaktionsanalyse
  • Kommunikationstraining
  • Psychosomatik
  • Führungsstil
  • Souveränität
  • Zielgruppenspezifikation

Im Anschluss an den Kursteil wird eine theoretische und praktische Prüfung abgelegt. Das erfolgreiche Bestehen wird mit einem Zertifikat beurkundet.

 

Karrieremöglichkeiten im Anschluss an die Weiterbildung zum Konfliktberater

Die Fortbildung zum Konfliktberater befähigt sowohl zur innerbetrieblichen Arbeit aus einer angestellten Position heraus, als auch zur freiberuflichen Tätigkeit als Coach und Berater. Innerhalb des Unternehmens kann die Weiterbildung als Türöffner für bestimmte Abteilungen und Positionen dienen. Kenntnisse in der Konfliktberatung sind in der Personalabteilung und bei Führungskräften gern gesehene Qualifikationen.

 

Anbieter der Fortbildung

Die Weiterbildung wird unter anderen von folgenden Anbietern angeboten:

  • Bildungswerk für ganzheitliche Therapien u.a. in Hagen/Westfalen, Düsseldorf, Mühlheim a. d. Ruhr, Bad Sassendorf, Essen, Münster: Konfliktberater / Konfliktberaterin – zur Webseite
  • Dr. Althoff und Partner in Radebeul: Weiterbildungskurs zum Konfliktberater – zur Webseite
  • Internationale Akademie für Positive und Transkulturelle Psychotherapie (IAPP) – Prof. Peseschkian-Stiftung in Wiesbaden: Weiterbildung zum Familien- und Konfliktberater der positiven Psychotherapie (nach Prof. Peschkian) – zur Webseite
  • Institut für Weiterbildung e.V. in Hamburg: Konfliktberaterin / Konfliktberater – zur Webseite
  • VHS in Detmold-Lemgo: Weiterbildung zum Mediator – Lehrgang für Konfliktberatung und Mediation – zur Webseite
  • Ver.di Bildung und Beratung in Hamburg: Zertifizierte Weiterbildung: Betriebliche Konfliktberaterin / Betrieblicher Konfliktberater – zur Webseite

 

Verwandte Fernstudiengänge

Diese Auswahl an Fernstudiengängen entspricht der Ausbildung zum Konfliktberater:

  • Universität in Hamburg: Konfliktberatung und Mediation – zur Webseite
  • Hamburger Institut für systemische Lösungen in Hamburg: Systemischer Mediator – zur Webseite
  • Hochschule Darmstadt – University of Applied Sciences: Mediation – integrierte Mediation Zertifikat – zur Webseite
Weiterbildung zum/zur Konfliktberater/in
Bewerte diesen Beitrag! (1 Stern=schlecht, 5 Sterne=sehr gut)