Weiterbildung zum Osteopathen/ zur Osteopathin

Die Osteopathie ist ein ganzheitliches, alternativ-medizinisches Behandlungskonzept, welches aus den USA stammt und inzwischen in zahlreichen Ländern verbreitet ist. Osteopathen helfen ihren Patienten, Blockaden und Störungen innerhalb ihres Körpers zu lösen, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Der Beruf, welcher bis dato noch nicht rechtlich anerkannt wurde, sorgt aufgrund seiner zahlreichen Spezifika, dass der Patient eine auf ihn abgestimmte Behandlung erhält. Aus diesem Grund müssen Osteopathen ein gutes Auge für verschiedenste Erkrankungen besitzen. Die Weiterbildung zum Osteopathen bzw. zur Osteopathin erfordert folglich ein großes Fachwissen der Interessenten.

 

Wissenswertes über den Osteopathen bzw. die Osteopathin

Der Beruf des Osteopathen bzw. der Osteopathin ist äußert vielschichtig. Das Konzept der Osteopathie, einer ganzheitlichen, alternativ-medizinischen Behandlungsmethode, stammt ursprünglich aus der USA und findet immer weiter Verbreitung in Europa. Obwohl bis heute eine offizielle Anerkennung des Berufs fehlt, führen viele Interessenten eine Weiterbildung durch. Der Osteopathe bzw. die Osteopathin beherrscht standardmäßig zahlreiche Behandlungsmethoden, um die Blockaden und Störungen der Patienten innerhalb ihrer Körper zu lösen und somit den Selbstheilungskräften die Möglichkeit zu bieten, sich ihren Weg zu bahnen.

 

Für welche Berufe bietet sich eine Weiterbildung zum Ostepathen bzw. Osteopathin?

Die Weiterbildung zum Osteopathen setzt variable Kriterien voraus, wodurch sie nicht für jede Person offen ist. Ärzte, Heilpraktiker und Physiotherapeuten gelten als wesentliche Zielgruppe. Im Rahmen der Weiterbildung erlernen die Umschüler das notwendige Fachwissen für den Beruf sowie die Fähigkeit, die Erkrankungen der Patienten zu erkennen und dementsprechende Behandlungsmethoden zu veranlassen. Da diese vielfältig sein können, beherrscht der Osteopathe eine Vielzahl an verschiedenen Behandlungsmethoden.

Neben Ärzten und medizinisch ausgebildeten Fachpersonal können auch Masseurinnen bzw. Masseure und medizinische Bademeister- bzw. innen die Ausbildung durchführen. Diese benötigen allerdings eine Zusatzausbildung in „Manueller Therapie“. Um die Weiterbildung anzutreten, wird zudem eine Hochschulreife benötigt. Personen ohne medizinische Vorkenntnisse sind zwar nicht von der Weiterbildung ausgeschlossen. Dennoch sollten sie die Weiterbildung nur durchführen, wenn sie zuvor einen kostenlosen Schnupperkurs, welcher von vielen Schulen angeboten wird, durchgeführt haben.

 

Aufbau und Inhalte der Weiterbildung

Die Weiterbildung zum Osteopathen bzw. zur Osteopathin in Deutschland erfolgt meist an einer privaten Akademie bzw. Schule. Öffentliche Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf sind rar gesät. Meist ist die Weiterbildung berufsbegleitend, sodass sie rund vier Jahre und länger dauert. Nach Beendigung der Weiterbildung können die Ärzte und Heilpraktiker sofort als Osteopathen tätig werden, da Osteopathie in Deutschland unter den Bereich der Heilkunde fällt. Personen ohne medizinische Vorbildung erhalten zugleich die Möglichkeit, eine Vollzeitschulausbildung mit einer fünfjährigen Dauer zu absolvieren. Zuvor müssen sie aber eine staatliche Prüfung zum Heilpraktiker erwerben. Diese Ausbildung kann vor oder nach der Umschulung zum Osteopathen erfolgen. Ohne den Nachweis zum Heilpraktiker können ausgebildete Osteopathen nur eingeschränkt sowie auf Anordnung ihren Beruf ausüben.

Die Umschulung geschieht in der Regel in Form von Wochenendseminaren mit zahlreichen Unterrichtseinheiten. Die berufsbegleitende Teilzeitausbildung besitzt ein Mindestausmaß von rund 1.350 Stunden, wobei ebenfalls weniger Stunden möglich sind. Die Ausbildung gliedert sich in Theorie- und Praxiseinheiten wie etwa medizinische Grundlagenfächer in Form von Anatomie und Physiologie und dem Erlernen verschiedener osteopathischer Techniken. Auch müssen die Umschüler den Umgang mit dem feinfühligen Umgang erlernen. Manche Lehrgänge jedoch führen nur das Erlernen der einzelnen osteopathischen Techniken. Der Abschluss der Ausbildung wird mittels Abschlussarbeit bzw. dem Erstellen einer osteopathischen wissenschaftlichen Studienarbeit ermöglicht. Zugleich müssen die Umschüler eine Prüfung ablegen.

 

Berufliche Möglichkeiten für Osteopathen

In Deutschland sind rund 3.000 Osteopathen tätig. Da der Osteopath eine medizinische Vorbildung erfordert, können Fachkräfte ebenfalls wieder als Arzt, Physiotherapeut oder Heilpraktiker arbeiten. Zugleich erhalten Fachkräfte die Chance, weitere medizinische Ausbildungen durchzuführen, um etwa weitere Spezialisierungen zu erhalten.

 

Diese Weiterbildung wird beispielsweise angeboten von:

  • Paracelsus Heilpraktikerschule: Die Paracelsus Heilpraktikerschule verfügt deutschlandweit über zahlreiche Ausbildungsstätte, welche die Weiterbildung zum Osteopathen ermöglichen. Die Ausbildung ist einheitlich mit 30 Monaten Dauer geregelt und berufsbegleitend. Sämtliche Informationen enthält die Website.
  • Osteopathie Institut Österreich: Das Osteopathie Institut Österreich bietet in Kooperation mit der Osteopathie Gesellschaft Deutschland in Wien, Innsbruck, Linz, Salzburg und Graz eine mehrjährige Ausbildung an, welche durch mehrere Module gekennzeichnet ist. Die intensiven Stundeneinheiten ermöglichen die schnelle Ausbildung, wobei die einzelnen Kurse mit und ohne Prüfungsabsicht besucht werden können. Weitere Informationen listet die Website auf.
  • Osteopathie Schule Deutschland: Die Osteopathie Schule in Hamburg und Berlin führt eine Ausbildung zum Osteopathen im Vollzeitausmaß. Interessenten erlernen binnen vier Jahre das notwendige Wissen für den Beruf und erhalten bei Abschluss ein Zertifikat. Die notwendigen Informationen stehen auf der Website.
  • AVT-College für Osteopathische Medizin: Das AVT-College für Osteopathische Medizin in Leipzig ermöglicht ein Studium in Osteopathie. Das Bachelorstudium dauert drei Jahre bzw. sechs Semester, das Masterstudium zwei Jahre bzw. vier Semester. Im Zuge des Studiums legen die Studierenden die Heilpraktikerprüfung ab. Die wichtigsten Informationen können der Website entnommen werden.

 

Verwandte Weiterbildungsmöglichkeiten per Fernstudium

Als alternatives Fernstudium bietet sich eine Ausbildung zum Heilpraktiker mit verschiedenen Spezialisierungen an. Zugleich besteht die Chance, eigene Schwerpunkte und Spezialisierungen wie etwa Psychotherapie und Akupunktur zu wählen. Das Fernstudium kann ebenfalls Tierheilpraktik und Naturheilkunde beinhalten. Ein Fernstudium zum Heilpraktiker bietet unter anderem ILS und die Laudius Akademie für Fernstudien an.