Altenpfleger/in Krankenpfleger/Krankenschwester Pflegehelfer/innen Sozialpädagoge/ Sozialpädagogin

Weiterbildung in Palliative Care/ Palliativpflege: Schwerstkranke pflegen

Die Weiterbildungsbezeichnung Palliative Care oder – in deutscher Sprache – Palliativpflege steht für verschiedene, heute dringend benötigte Kompetenzen. Das Wort „palliativ“ bedeutet so viel wie „ummanteln“ oder „umhüllen“ und steht für einen ganzheitlichen Pflegeansatz, der gewissermaßen über den Tod hinausgeht.

Im Rahmen dieser Weiterbildung wird Wissen darüber vermittelt, wie mit schwer pflegebedürftigen und sterbenden Menschen umgegangen werden sollte, um diese optimal zu versorgen. Das Leiden der Menschen soll dabei vermieden oder zumindest reduziert werden. Es gilt, die Lebensqualität der pflegebedürftigen Personen auf einem möglichst hohen Niveau zu erhalten. Dabei werden verschiedene Aspekte berücksichtigt, denn neben der rein körperlichen Seite geht es auch sehr stark um psychosoziale Fragestellungen.

Die Weiterbildung zum Palliativpfleger wird vor allem von Personen benötigt und in Anspruch genommen, die in ihrem Beruf sehr viel mit entsprechenden Personen beziehungsweise Klienten zu tun haben. Dies kann in einem Krankenhaus der Fall sein, aber beispielsweise auch in einem Hospiz für Kinder oder für Erwachsene, bei einem ambulanten Pflegedienst oder in einem Pflegeheim. Darüber hinaus haben einige Sozialarbeiter/innen sowie Mitarbeiter von Verwaltungen und von Krankenkassen häufiger mit Fragen aus dem Bereich der Palliativversorgung zu tun. Je nach Ausrichtung der Weiterbildung werden neben den genannten pflegerischen und medizinischen Aspekten auch organisatorische und sogar betriebswirtschaftliche Kenntnisse vermittelt. Wenn Sie beruflich Weiterbildungspunkte sammeln möchten, dann achten Sie auf den Hinweis beim jeweiligen Anbieter, möglich zum Beispiel bei den Fernkursen von ILS und SGD.

 

Für welche Berufe bietet sich eine Weiterbildung in der Palliativpflege an?

Die Qualifikationen, die vor dem Start einer Palliative-Care-Weiterbildung vorliegen muss, kann von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich ausfallen. Grundsätzlich können Personen mit den folgenden abgeschlossenen Ausbildungen und/oder Berufserfahrungen sich für Weiterbildungen in diesem Bereich bewerben:

  • Pflegefachkraft
  • Kranken- und Altenpflegehelfer
  • Menschen mit mindestens zweijähriger Pflegeerfahrung in einer stationären Pflegeeinrichtung oder (je nach Anbieter) Personen mit einer mindestens einjährigen Berufserfahrung, wobei mindestens ein halbes Jahr in der Palliativversorgung stattgefunden haben muss
  • Leitungs- und Fachkräfte in der Palliativversorgung
  • Koordinatoren in der Ambulanten Palliativ- und Hospizversorgung
  • Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen
  • Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen

 

Aufbau und Inhalte der Weiterbildung „Palliative Care“

Die Weiterbildung zur Pflegefachkraft in der Palliativversorgung kann berufsbegleitend, in Blockveranstaltungen oder im Rahmen einer Inhouse-Veranstaltung (zum Beispiel innerhalb des Krankenhauses, dessen Mitarbeiter weitergebildet werden sollen) stattfinden.

Um das Zertifikat zu erhalten, das den Absolventen als Pflegefachkraft in der Palliativversorgung ausweist, muss dieser verschiedene Weiterbildungsinhalte erlernen. Dazu gehören vor allem pflegerische und medizinische Grundlagen, psychosoziale und ethische Fragen sowie rechtliche und andere wichtige Aspekte (von der Organisation bis zur betriebswirtschaftlichen Seite) der Palliativpflege. Die sich weiterbildenden Personen sollen im Rahmen der Weiterbildung lernen, richtig mit schwerstkranken Kindern und Erwachsenen umzugehen und diese zu versorgen.

 

Berufliche Möglichkeiten für Pflegefachkräfte in der Palliativversorgung nach einer Weiterbildung in Palliative Care

Wer die Weiterbildung zur Pflegefachkraft in der Palliativversorgung oder eine ähnliche Weiterbildung im Bereich Palliative Care / Palliativversorgung abgeschlossen hat, kann in der Regel mit verbesserten Aufstiegschancen innerhalb seines Unternehmens rechnen. Auch bei einem Arbeitsplatzwechsel nach der Weiterbildung könnte ein weiterer Karriereschritt begünstigt werden.

Natürlich soll die Weiterbildung aber ganz allgemein zu einer verbesserten Versorgung der Patienten beziehungsweise Klienten führen. Wer also bereits in diesem hoch sensiblen Bereich arbeitet, bringt sich mit der Weiterbildung auf den neuesten Stand und tut damit etwas für sich selbst und für die Menschen, mit denen er im Rahmen seiner Arbeit zu tun hat.

 

Weiterbildung neben dem Beruf an der Apollon Hochschule

Wer sich neben der Arbeit fortbilden möchte, findet an der Apollon Akademie ein interessantes Angebot: Der Fernkurs zum Palliativbegleiter wurde anhand der aktuellen Richtlinien von Palliative Care der WHO erarbeitet und dauert 12 Monate. In der zweiten Hälfte wird ein dreitägiges Praxisseminar angeboten, das im Preis von monatlich 165 Euro enthalten ist. Die Kursgebühren können als Bildungsausgaben in der Einkommenssteuererklärung abgesetzt werden.

Für mehr Informationen wenden Sie sich direkt an den Veranstalter, der Ihnen kostenlos und unverbindlich Informationsmaterial und eine Probe-Lerneinheit zuschickt:

 

Diese Weiterbildung wird als reine Präsenzveranstaltung angeboten von:

  • Höher Management GmbH: Weiterbildung Palliative Care in Aachen, Aalen, Augsburg, Bayreuth und vielen weiteren Orten
  • Höher Management GmbH: Pflegefachkraft in der Palliativversorgung inkl. Hospitation in Erfurt, Gera, Suhl, Chemnitz, Dresden oder Leipzig
  • Hans-Weinberger-Akademie der Arbeiterwohlfahrt e.V.: Palliative Care nach § 39a SGB V in Aschaffenburg, Fürth und München
  • Bildungszentrum Malepartus: Palliativ Care Fachkurs gemäß Rahmenvereinbarung nach § 39a SGB V
  • Diverse Hospizvereine bieten ebenfalls eine Ausbildung zum Hospizbegleiter an. Nähere Informationen erfahren Sie direkt bei einem Hosizverein in Ihrer Region.

 

Weiterbildungsmöglichkeiten per Fernstudium

Wer sich für die Palliativpflege interessiert, aber keine Möglichkeit hat, sich in einem Präsenzkurs oder Präsenzstudium weiterzubilden, kann auch eine Alternative wählen: Die Lösung könnte Fernstudium lauten.

  • An der TU Chemnitz wird das Studienfach Klinische Gerontopsychologie angeboten, das mit dem Mastertitel abgeschlossen werden kann. Der Studiengang ist berufsbegleitend angelegt und richtet sich vor allem an Absolventen des Studienfaches Psychologie.
  • Das Weiterbildungsinstitut SGD bietet einen 12-monatigen Kurs zum Palliativbegleiter an. Der Fernkurs enthält ein dreitägiges Praxisseminar und ist von der "Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin" anerkannt. Wer im Bereich Pflege arbeitet, kann sich mit der berufsbegleitenden Weiterbildung Weiterbildungspunkte anrechnen lassen. Detaillierte Informationen bekommen Sie direkt vom Anbieter kostenlos und unverbindlich zugesendet: Palliativbegleiter bei der SGD
  • Die Höher Management GmbH in Bitterfeld, die auch viele Weiterbildungsangebote mit Anwesenheitspflicht in ihrem Programm hat, bietet auch ein Fernstudienangebot an. Die Weiterbildung, die in dieser Form absolviert werden kann, trägt die Bezeichnung „Gerontopsychiatrische Pflege (Teil I und Teil II)“.
  • Am ILS kann der Fernkurs in der Palliativbegleitung neben der Arbeit in 12 Monaten absolviert werden. Auch hier ist ein mehrtägiges Praxisseminar vorgesehen. Interessenten müssen keine spezifischen Vorkenntnisse mitbringen. Weitere Informationen erhalten Sie direkt vom Ausbildungsinstitut unverbindlich zugesendet: Informationen zur Palliativbegleitung am ILS anfordern

 

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