Weiterbildung zum/zur Suchtberater/in

Suchtberaterinnen helfen Menschen, die beispielsweise drogen-, alkohol- oder medikamentenabhängig geworden sind, im Umgang mit ihrer Sucht und begleiten sie im Kampf gegen die Abhängigkeit und deren Folgen.

Sie beschäftigen sich intensiv mit der Frage danach, wie es dazu kommt, dass Menschen süchtig werden, was eine solche Sucht für den Einzelnen bedeutet und wie sie sich in den Griff bekommen oder sogar ganz überwinden lässt. Suchtberaterinnen kennen unterschiedliche therapeutische Ansätze und Modelle, beschäftigen sich mit der Forschung zu deren Wirksamkeit und lernen verschiedene Standpunkte zu ihnen kennen.

Sie bekommen nicht nur eine Einführung in die Geschichte des gesellschaftlichen Umgangs mit Sucht, sondern befassen sich auch mit deren neurophysiologischen Grundlagen, mit Ansätzen der Verhaltenstherapie und der systemischen Therapie sowie mit den praktischen Kompetenzen, die der Arbeitsalltag eines Suchttherapeuten/ einer Suchttherapeutin mit sich bringt. Die Weiterbildung zum/ zur Suchtberater/in ist damit eine besonders facettenreiche, die auf eine anspruchsvolle Tätigkeit mit hoher Verantwortung vorbereitet.

 

Die Weiterbildung zum Suchtberater – für wen eignet sie sich?

  • MitarbeiterInnen in Einrichtungen zur beruflichen Rehabilitation
  • AusbilderInnen in Betrieben
  • SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen
  • Heil-, Förder- und RehabilitationspädagogInnen

 

Aufbau und Inhalt der Weiterbildung

Die Weiterbildung zum/ zur Suchtberater/in wird, je nach Zielgruppe, Dauer und Umfang der Bildungsmaßnahme zumeist im Blockunterricht durchgeführt. Der Intensivunterricht erstreckt sich dabei zumeist über eine Woche über 9 Monate bis zu einem Jahr verteilt. In der Zwischenzeit lernen die Teilnehmenden selbstgesteuert mithilfe von Studienmaterialien und können ihr neu erworbenes Wissen je nach Tätigkeitsfeld gleich in der Praxis anwenden.

Auf dem Stundenplan stehen die wissenschaftlichen Grundlagen der Psychologie und Neurobiologie der Sucht – Wissen, das für die professionelle Tätigkeit in diesem Bereich unverzichtbar ist. Es werden unterschiedliche, zum Teil einander widersprechende Konzepte, Strategien und Methoden der Suchttherapie vom kalten Entzug zum bewussten Konsum thematisiert und auf der Grundlage empirischer Studien miteinander verglichen. Suchtprävention stellt einen weiteren Schwerpunt dar.

Auch die Entwicklung eines individuellen Marketings zur Gewinnung neuer Klienten steht im Rahmen der Weiterbildung zum/ zur Suchtberater/in häufig auf dem Programm, was insbesondere für (angehende) Selbstständige von zentraler Bedeutung ist. Die Unterrichtsformen sind dabei variabel: Vom klassischen Seminarformat bis zu Einzelcoaching, Gruppenprojekten und Selbsterfahrung.

 

Berufliche Möglichkeiten nach einer Weiterbildung zum/ zur Suchtberater/in

Je nach Anbieter, Dauer und Inhalten berechtigt die Weiterbildung zum/ zur Suchtberater/in die erfolgreichen AbsolventInnen prinzipiell zum Tragen des Titels „Suchtberater/in“ im Namen. Dadurch können sich insbesondere für Personen, die bereits in einem der freien Gesundheitsberufe tätig sind und sich neue Tätigkeitsfelder erschließen möchten, interessante berufliche Perspektiven eröffnen. So bietet sich beispielsweise eine Tätigkeit als Suchtberater/in auf selbstständiger bzw. freiberuflicher Basis an.

PädagogInnen, PsychotherapeutInnen und HeilprakterInnen können neue Klienten für sich gewinnen und einen wichtigen Beitrag zu deren Rehabilitation leisten. Auch eine Vortragstätigkeit, das Anbieten von Workshops und Projekten in Betrieben, Schulen und anderen Kontexten zu Themen nicht nur der Rauschmittel-, sondern beispielsweise auch der Medien- oder Computerspielsucht ist nach der Weiterbildung zum/ zur Suchtberater/in möglich.

Arbeitssuchende SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen können durch die Zusatzqualifikation im Bereich der Suchtberatung punkten und potentielle Arbeitgeber von sich überzeugen.

 

Diese Weiterbildung wird beispielsweise angeboten von:

  • Paracelsus Schule: Fachfortbildung z. Suchtberater/in in Bremen, Hamburg, Hannover, Jena, Kassel, Leipzig, Magdeburg, Rostock
  • IEK-Berlin Deutsches Institut für Entspannungstechniken und Kommunikation: Suchtberater/-in, Suchttherapeut/-in in Tübingen
  • ALH -Deine Gesundheitsakademie: Suchtberatung in Köln
  • IMPULSE e.V. Schule für freie Gesundheitsberufe: Suchtberater/in

 

Weitere Angebote:

  • Bildung und Beratung Bethel: Umgang mit suchtkranken Menschen mit geistiger Behinderung in Bielefeld
  • Moreno Institut: Suchttherapie Psychodrama in Stuttgart
  • Landesjugendamt und Westfälische Schulen Westfalen-Lippe: Umgang mit Rauschmitteln in Adoptiv- und Pflegefamilien in Münster

 

Verwandte Weiterbildungsmöglichkeiten per Fernstudium

Interessenten an der Weiterbildung zum/ zur Suchtberater/in könnten stattdessen unter Umständen auch ein berufsbegleitendes Fernstudium in Erwägung ziehen. An der Fern-Universität Hagen, der einzigen staatlichen deutschen Fernhochschule im Rang und mit dem Angebot einer Volluniversität, wird beispielsweise der Bachelor und Master in Psychologie angeboten. An der privaten SGD können Studierende alternativ ein Studium zum/ zur Gesundheitsberater/ in absolvieren.

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