Umschulung zum/zur Apotheker/in

Der Beruf des Apothekers/der Apothekerin ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit, die viel Freude bereiten kann. Im Zentrum steht der direkte Kontakt mit den Kunden/Kundinnen. Als Apotheker ist man berechtigt, eine eigene Apotheke zu eröffnen. Außerdem kann man eine Filiale leiten oder als angestellter Apotheker arbeiten. Zudem ist es möglich, in Krankenhausapotheken zu arbeiten. Auch Tätigkeiten in der freien Wirtschaft sind denkbar.

 

Die Aufgaben eines/r Apotheker/in im Überblick

Apotheker/innen beraten in Apotheken Kunden zu verschreibungspflichtigen sowie frei verkäuflichen Medikamenten und Arzneimitteln. Dabei gehen sie auf die Zusammensetzung, die Wirkungsweise und auch die Einnahme von Arzneimitteln ein und weisen auf Wechselwirkungen hin. Neben dem Verkauf von fertigen Arzneimitteln, stellen sie auch Arzneimitteln in kleineren Mengen nach individuellen Rezepturen her. Das sind vor allem Salben oder Cremes, aber auch Lösungen oder Pulver. Auch individuelle Kräutermischungen für Tees oder Aufgüsse werden von einem/r Apotheker/in hergestellt.

Die meisten Apotheken bieten heute auch homöopathische oder naturheilkundliche Medikamente an, zu denen Apotheker ebenfalls beraten. Ein weiteres Aufgabengebiet für Apotheker sind die Durchführung von Bestellungen und die Lagerhaltung. Auch die Abgabe von Medikamenten, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, obliegt den Apothekern. Hier sind hohe Sicherheitsvorkehrungen und eine genaue Dokumentation nötig.

 

Die Zukunftsaussichten für Apotheker/innen sind gut

Apotheker/in ist sicherlich ein Beruf mit Zukunft, für den sich das lange Studium lohnt. Denn in unserer Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden, wird der Bedarf an Medikamenten immer weiter steigen. Die Lebenserwartung lässt sich vor allem durch die Einnahme von Medikamenten steigern. Viele Krankheiten, die früher zum Tod geführt hätten, lassen sich heute erfolgreich mit Medikamenten behandeln. Doch es ist nicht nur der Bedarf an Arzneimitteln, sondern auch der Bedarf an Beratung, der immer größer wird. Viele Menschen gehen heute bei leichten Erkrankungen zuerst in die Apotheke, um sich beraten zu lassen.

Im Jahr 2019 waren in Deutschland knapp 70.000 Apotheker/innen tätig – Tendenz und Bedarf steigend.

 

Die Inhalte eines Pharmazie-Studiums als Umschulung zum/r Apotheker/in

Apotheker/in kann man nur durch ein Pharmazie-Studium an einer Universität werden. Es dauert in der Regel vier Jahre. Das Studium findet ausschließlich in Präsenz statt. Es umfasst drei Staatsexamen und die anschließende Approbation. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums ist die Weiterbildung zum/r Fachapotheker/in möglich oder eine Promotion. Ein Fernstudium zu belegen, um Apotheker/in zu werden, ist aktuell in Deutschland nicht möglich.

Das Studium zum/r Apotheker/in ist ein interdisziplinäres Studium. Im Zentrum stehen aber dennoch die Naturwissenschaften. Dazu gehören vor allem:

  • Physik
  • Organische Chemie
  • Molekularbiologie
  • Mathematik

 

Diese Grundlagen sind wichtig, um ein Verständnis über die Prozesse in der Pharmazie zu erhalten. Zu den weiteren Inhalten gehören Biopharmazie und Toxikologie, Arzneimittelentwicklung oder Klinische Entwicklung.
Ebenso gibt es Inhalte zu Physiologie und Grundlagen der Medizin sowie Pharmaspezifisches Recht und Qualitätssicherung. Abgerundet wird das Studium durch wirtschaftswissenschaftliche Inhalte aus der Volkswirtschaftslehre (VWL), Betriebswirtschaftslehre (BWL) und aus dem Projektmanagement.

 

Was kostet ein Studium zum/r Apotheker/in?

Die Kosten, die für das Studium anfallen, sind die gesetzlichen Studiengebühren, die von den Universitäten erhoben werden. Dazu kommen Kosten für Materialien (zum Beispiel Glas, Chemikalien, Kopien oder Bücher). Die Gesamtkosten sind von Stadt zu Stadt unterschiedlich, denn die Lebenshaltungskosten unterscheiden sich in den einzelnen Städten deutlich. Als groben Richtwert kann man pro Semester mit Kosten zwischen 2000 und 4000 Euro rechnen.

 

Die Länge des Studiums zum/zur Apotheker/in

Das Studium der Pharmazie ist in zwei Phasen gegliedert, und zwar das Grund- und das Hauptstudium. Insgesamt dauert das Studium acht Semester, also vier Jahre. Es umfasst dabei ein theoretisch-wissenschaftliches Studium und eine praxisnahe Ausbildung. Das Grundstudium vermittelt vor allem die pharmazeutischen Grundlagen. Das geschieht zum Einen in Vorlesungen, aber vor allem auch in praktischen Übungen und Seminaren. Um das Wissen zu festigen, müssen Klausuren, Hausarbeiten und Referate erfolgreich absolviert werden. Einen festen Platz im Studium haben auch Experimente im Labor. Das Grundstudium wird mit dem ersten Staatsexamen abgeschlossen.

Im Hauptstudium, das ebenfalls vier Semester umfasst, wird das Wissen vertieft. Abgeschlossen wird das Pharmazie-Studium mit dem zweiten Staatsexamen.

Wer als Apotheker arbeiten möchte, muss nach dem Studium eine einjährige praktische Ausbildung in einer Apotheke absolvieren. Nach dem erfolgreichen Bestehen der anschließenden Prüfung kann man seine Approbation beantragen und als Apotheker/in arbeiten.

 

Die Zielgruppe für eine Umschulung zum Apotheker

In einer Apotheke arbeiten neben dem/r Apotheker/in in der Regel auch Pharmazeutisch-technische Assistent/innen oder Pharmazeutisch-kaufmännische Assistent/innen. Immer wieder möchten Menschen, die diese beiden Berufe ergriffen haben noch „mehr“ und beginnen Pharmazie zu studieren.
Um das Studium beginnen zu können, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein.

  • Abitur
  • Lateinkenntnisse
  • Manchmal auch Englischkenntnisse

 

An vielen Universitäten sind Aufnahmetests die Regel. Dabei werden folgende Dinge abgefragt:

  • Fachwissen aus der Testliteratur
  • Textverständnis
  • Weitere kognitive Fähigkeiten

 

Grundsätzlich eignet sich der Beruf des/der Apothekerin für kontaktfreudige und verantwortungsvolle Menschen, die ein gutes naturwissenschaftliches Verständnis haben.

 

Welche Förderungen sind möglich?

Wer Pharmazie studiert, kann sich zum Beispiel für ein Deutschland Stipendium bewerben. Dabei erhalten Stipendiaten 300 Euro im Monat. Immer wieder fördern auch Apotheken ausgewählte Pharmaziestudenten mit Hilfe von Bücherstipendien. Meist zielen diese Stipendien auf Studierende ab, die das erste Staatsexamen noch nicht absolviert haben. Natürlich können Sie sich auch bei einer der renommierten deutschen Stiftungen bewerben, vor allem, wenn Sie besonders gute Noten haben und darüber hinaus ehrenamtliches Engagement vorweisen können. Eine weitere Möglichkeit der finanziellen Förderung ist eine Beantragung von BAföG.

 

Wer bietet eine Umschulung zum/r Apotheker/in an?

Apotheker/in werden kann man nur durch ein Studium der Pharmazie. Dieses bieten viele Universitäten an. Die Aufnahmebedingungen sind je nach Universität verschieden geregelt.
Alternativen: Quereinstieg, Weiterbildung und Fortbildung
Wer sich für die Arbeit in einer Apotheke interessiert, aber das lange Studium der Pharmazie scheut, für den ist vielleicht eine Ausbildung zum/r Pharmazeutisch-technisch Assistenten/in oder zum/r Pharmazeutisch-kaufmännischen Assistenten/in interessant. Diese Ausbildungen dauern drei Jahre.

 

Verwandte Bereiche der Umschulung als Fernstudium

Wie bereits erwähnt, gibt es leider keine Möglichkeit, eine Umschulung zum/r Apotheker/in per Fernstudium zu absolvieren. Es gibt aber dennoch die Möglichkeit, Qualifikationen aus diesem Bereich im Fernstudium zu erwerben. Dazu gehört zum Beispiel das Zertifikat zum Apothekenbetriebswirt oder das Fernstudium Apothekenmanagement.

Ein Fachanbieter für Weiterbildungen im Fernstudium im Apothekenbereich bietet das Apotheken Management Institut an. Dort gibt es zum Beispiel folgende Möglichkeiten zur Weiterbildung:

  • Zertifikat zum Chefeinkäufer Apotheke
  • Aktionsmanager Apotheke am
  • Kundenmanager Apotheke

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