Umschulung Podologie (Fußpflege)

Traditionelle Fußpflege widmet sich der nicht-ärztlichen Behandlung und Therapie von Füßen. Dabei steht die Pflege generell im Fokus. Die Füße tragen im Regelfall ein Leben lang das gesamte Gewicht des Körpers. Diese gesteigerte Belastung sorgt gegebenenfalls in Kombination mit Krankheiten zu fußspezifischen Problemen. Um diese Beschwerden zu behandeln, ohne eine ärztliche Diagnose abzuarbeiten, existieren Podologen.

Obwohl es kein ärztlicher Heilberuf ist, spielt die Anatomie des Fußes dennoch eine bedeutsame Rolle. Die Kenntnisse über den menschlichen Körper und dessen Belastung im Einzelnen sind relevant für die Arbeit als Podologe. Deswegen arbeiten Podologen oder Fußpfleger/innen normalerweise in den Bereichen der Inneren Medizin, Chirurgie oder Orthopädie. Eine Anstellung in der Dermatologie ist ebenfalls realistisch. Der Beruf widmet sich vordergründig den therapeutischen und vorbeugenden Maßnahmen am Fuß. Die Vermeidung von Problemen sowie die Behandlung existierender Beschwerdebilder stehen daher im Vordergrund der Tätigkeit.

 

Zukunftsaussichten und Gehalt für Podologen

Der Bedarf an Fachkräften ist auch im Bereich der Körperpflege groß. Fußpfleger/innen oder Podologen gelten daher durchaus als gefragt. Die Tätigkeit im fußpflegerischen Segment kann sich außerdem lohnen, wenn eine Selbstständigkeit als erstrebenswert gilt. Wer der eigene Chef oder die eigene Chefin sein will, findet in der Podologie gute Perspektiven.

Verdienstchancen
Beim Gehalt existiert eine Vielzahl an Einflussfaktoren. Dabei ist die persönliche berufliche Erfahrung ebenso entscheidend wie die Region oder der spezifische Einsatzort. Spezifikationen im Sinne von Fachkenntnissen können ebenfalls das Gehalt beeinflussen. Ein Durchschnittsgehalt von jährlich 15000 bis 36000 Euro ist denkbar.

 

Voraussetzungen, Inhalte und Dauer der Umschulung – ist es berufsbegleitend möglich?

Die Podologie-Umschulung lässt sich gut neben dem Beruf absolvieren. Die jeweiligen Bildungsanbieter ermöglichen beispielsweise Abendkurse, Wochenendkurse oder Fernlernkurse, um in der Fußpflege beruflich Fuß zu fassen. Die Voraussetzungen hängen vornehmlich von der Bildungseinrichtung ab. Zugleich braucht es einige persönliche Eigenschaften, um den Beruf zufriedenstellend nachgehen zu können.

Der Beruf Podologe/Podologin ist zunächst ein anerkannter Ausbildungsberuf. Dementsprechend existieren spezifische gesetzliche Vorgaben, um darin tätig sein zu können. Ein vorhandener Berufsabschluss in einem Ausbildungsberuf ist oftmals die Regel. Allerdings erfordern einige Institute für die Umschulung lediglich einen mittleren Bildungsabschluss oder einen Hauptschulabschluss. Wer tendenziell schüchtern oder menschenscheu ist, ist womöglich in anderen Berufen glücklicher. Weitere relevante Eigenschaften im Berufsalltag der Fußpflege sind die folgenden:

  • Einfühlungsvermögen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • freundliches Wesen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Sorgfalt, Genauigkeit und Disziplin

 

Inhalte und Dauer der Podologie-Umschulung

Die Qualifizierung zum/zur Fußpfleger/in erfolgt normalerweise innerhalb von zwei bis drei Jahren. Es ist unter bestimmten Umständen möglich, diese Dauer zu verkürzen. Dazu müssen entsprechend einschlägige Vorkenntnisse nachweisbar sein (zum Beispiel durch eine vorangegangene Ausbildung).

Die Weiterbildung im Quereinstieg ist inhaltlich klar strukturiert. Es stehen Themen der Anatomie und Psychologie ebenso wie Recht auf dem Lehrplan. Daneben erhalten Umschulende Kenntnisse aus den Bereichen Soziologie, Pädagogik und Berufskunde, um fachlich optimal auf den Beruf vorbereitet zu sein.

 

Für welche Berufsgruppe ist die Umschulung Podologe geeignet?

Die Fußpfleger-Umschulung eignet sich insbesondere für Personengruppen, die sowohl im kosmetischen Bereich als auch medizinisch interessiert und/oder vorgebildet sind. Das bedeutet, es kommt vorrangig für Menschen infrage, die gerne anderen Menschen auf körperlicher Ebene zu mehr Wohlbefinden verhelfen möchten.

Daher kommt die Weiterbildung zum/zur Podologen/in vordergründig für Berufsgruppen, wie etwa Kosmetiker/innen oder Masseure/Masseurinnen infrage. Sämtliche beruflichen Sparten, in denen körperliches sowie medizinisches und kosmetisches Fachwissen erforderlich ist, können von einer solchen Bildungsmaßnahme profitieren.

 

Kosten und Förderung durch Arbeitsamt, Berufsgenossenschaft oder Rentenversicherung

Die Kosten sind ein enormer Einflussfaktor für etliche Menschen, die einen beruflichen Wechsel anstreben. Bei der Umschulung zum/zur Podologen/Podologin kommt es daher vor allem auf den jeweiligen Anbieter der Bildungsmaßnahme an. Viele Einrichtungen erheben Lehrgangsgebühren.

Zusätzlich sind Materialkosten und Fahrtkosten zu kalkulieren. Zu guter Letzt erfordert die bedeutende Abschlussprüfung oftmals gesonderte Prüfungskosten. Das alles lässt sich vorab schwer pauschalisieren. Grundsätzlich ist aber im vierstelligen, wenn nicht sogar im fünfstelligen Bereich zu rechnen.

Damit die Kosten bezahlbar bleiben, eignen sich für Schulungen und berufliche Wechsel häufig spezielle Förderungen. Solche kommen beispielsweise durch die Arbeitsagentur in Form von Bildungsgutscheinen zustande, sofern sich der Berufswechsel als notwendig erweist. Die Rentenversicherung und die Berufsgenossenschaft springen unter gewissen Umständen ebenfalls mit einer finanziellen Unterstützung ein.

Die Genossenschaft bietet sich an, wenn zum Beispiel ein Unfall die bisherige Tätigkeit unmöglich macht und ein Wechsel des Berufs unerlässlich ist. Derartige Fördermittel stehen ebenso für Menschen zur Verfügung, die aufgrund einer Berufskrankheit ihre bisherige Arbeit aufgeben müssen und Alternativen suchen.

 

Anbieter der Umschulung

Wer ein tiefes Interesse an der fußpflegerischen Tätigkeit mitbringt, findet diverse Anbieter für die Umschulung. Es ist normalerweise üblich, dass die Bildungsmaßnahme in schulischer Form an entsprechenden Fachschulen durchgeführt wird. Erste Ansprechpartner können die lokale IHK oder Arbeitsagentur darstellen. Denn es besteht ebenfalls die Option, Podologie mittels Fernkurs zu erlernen. Einige Einrichtungen bieten die Umschulung zum/zur Podologen/-in ebenfalls gezielt für Berufstätige an.

 

Alternativen: Quereinstieg, Weiterbildung und Fortbildung

Die Fortbildung oder Weiterbildung im Bereich der Fußpflege kann ebenfalls auf alternativen Ausbildungswegen erfolgen. Eine Qualifizierung zum/zur Podologen/-in ist nicht zwangsläufig nötig. Es existieren verschiedene alternative und ähnliche Berufszweige. Darunter fallen beispielsweise Krankenpfleger/innen, Physiotherapeuten/-innen oder Gesundheitspfleger/innen.

Anstatt Podologie zu erlernen, lohnt sich gegebenenfalls der Weg in die Altenpflege. Dort werden regelmäßig Fachkräfte gesucht. Zugleich bietet sich die Alternativausbildung zum/zur Kosmetiker/in an. Wer ganzheitlicher interessiert ist, kann sich mit der Tätigkeit der Masseure/Masseurinnen auseinandersetzen. Der Abschluss zum/zur Heilpraktiker/in kann sich ebenfalls anbieten und lohnen.

 

Verwandte Bereiche der Umschulung als Fernstudium

Im Gegensatz zur Podologie-Umschulung kann auch ein Fernstudium infrage kommen. Wer einen akademischen Werdegang wählt, findet viele Möglichkeiten für die berufliche Zukunft vor.

Es eignen sich Studiengänge, wie Gesundheitsmanagement oder Rehabilitation für interessierte Menschen. Daneben kann auch auf einen Studiengang wie Prävention und Gesundheitswissenschaft zurückgegriffen werden. Demnach ist es nicht unbedingt notwendig einen Berufswechsel zur Fußpflege zu vollziehen. Ein geeigneter Studiengang im Fernkurs bietet mitunter hervorragende Qualifizierungsaussichten.

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