Weiterbildung zum/ zur Wirtschaftsmediator/in – Ziel: Win-Win-Situation

Mediatoren unterstützen Konfliktparteien beim Finden einer außergerichtlichen Lösung. Mediation gibt es in vielen verschiedenen Bereichen. Die Wirtschaftsmediation bezieht sich konkret auf die Mediation in wirtschaftlichen Unternehmen. Der Wirtschafsmediator lässt sich von anderen Mediatoren abgrenzen, da es bei den Streitigkeiten stets um wirtschaftliche Belange geht.

Dabei ist die Wirtschaftsmediation für Unternehmen in vielen Fällen eine sehr effektive, kostengünstige und nicht zu zeitaufwendige Möglichkeit einen Konflikt beizulegen, indem eine einvernehmliche Lösung außerhalb des Gerichtes gefunden wird. Wirtschaftsmediatoren tragen dazu bei, dass beide Konfliktparteien eine für sie akzeptable Lösung finden. Enorm hohe Kosten eines Rechtsstreites können so vermieden werden.

 

Für welche Berufe bietet sich der Lehrgang zum/ zur Wirtschaftsmediator/in an?

Die Weiterbildung ist nicht für eine bestimmte Berufsgruppe konzipiert, richtet sich aber insbesondere an Führungspersonen aus der Wirtschaft oder aus öffentlichen Unternehmen, sowie Personen, die innerhalb eines Unternehmens eine beratende oder vermittelnde Funktion besitzen. Für folgende Berufsgruppen bietet sich diese Weiterbildung beispielsweise besonders an:

  • Unternehmer
  • Wirtschaftsprüfer
  • Unternehmensberater
  • Personalleiter
  • Betriebsräte
  • Rechtsanwälte

Die Voraussetzungen unterscheiden sich bei verschiedenen Anbietern. Teilweise wird beispielsweise ein Alter von mindestens 28 Jahren sowie eine Berufsausbildung und mindestens drei Jahre Berufserfahrung sowie die Bereitschaft zur Reflexion eigenen Verhaltens gefordert.

 

Aufbau und Inhalt der Weiterbildung zum/ zur Wirtschaftsmediator/in

Die Kurse unterscheiden sich in Dauer und Inhalt bei den verschiedenen Anbietern. Generell spielen jedoch grundlegende Aspekte einer Mediation sowie Ablauf und Rahmenbedingungen von Wirtschaftsmediationen eine große Rolle. Die konkrete Gesprächs- und Verhandlungsführung, sowie Kommunikations- und Verhandlungstechniken sind ebenfalls zentrale Inhalte. Dabei spielt die Frage, wie durch spezielle Fragen von Seiten des Wirtschaftsmediators Lösungen erzielt werden können, eine zentrale Rolle.

Die Teilnehmer erlernen auch wie die persönliche Haltung eines Wirtschaftsmediators sein sollte und welches Rollenverständnis er im Optimalfall innehat. Darüber hinaus erfolgen Informationen zum Mediationsrecht und aus dem Bereich der Konflikttheorie. Die Weiterbildungen beinhalten meist auch Praxisfälle, in denen speziell die einzelnen Phasen eines Mediationsverfahrens erläutert werden. In Rollenspielen und auch praktischen Übungen können die Teilnehmer ihr theoretisch erlerntes Wissen in der Praxis umsetzen.

 

Berufliche Möglichkeiten für Wirtschaftsmediatoren nach dem Kurs

Wirtschaftsmediation kann Unternehmen vor kostspieligen und zeitaufwendigen Auseinandersetzungen vor Gericht bewahren und ist bei Firmen deshalb sehr begehrt. Die genaue Tätigkeit in einem Wirtschaftsunternehmen ist abhängig von der Grundausbildung, Personen mit dieser Weiterbildung grenzen sich jedoch von ihren Mitbewerbern positiv ab.

Sie sind in allen Bereichen bei denen verwaltende oder vermittelnde Aufgaben vorhanden sind einsetzbar oder auch in der Personalabteilung. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit als selbstständiger Wirtschaftsmediator oder selbständiger Rechtsanwalt, Berater oder Coach zu arbeiten.

 

Diese Weiterbildung wird beispielsweise angeboten von:

  • IHK Bildungszentrum Koblenz e.V.: Wirtschaftsmediator (IHK) in Koblenz – zur Website
  • ZAW Zentrum für Aus- und Weiterbildung Leipzig GmbH Gesellschaft der IHK Leipzig: Wirtschaftsmediator (IHK) – zur Website
  • Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein GmbH: Wirtschaftsmediation (IHK) in Bad Segeberg, Glinde, Itzehoe und Norderstedt – zur Website
  • IHK Nordschwarzwald: Wirtschaftsmediatior IHK (m/w) in Pforzheim – zur Website
  • IHK Potsdam: Wirtschaftsmediator (IHK) in Potsdam – zur Website

 

Verwandte Weiterbildungsmöglichkeiten per Fernstudium

Die Studiengemeinschaft Darmstadt – SGD bietet einen Fernkurs mit dem Titel „Wirtschaftsmediation mit IHK Zertifikat“ an. Der Kurs dauert, bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von neun Stunden, 12 Monate und Teilnehmer haben die Möglichkeit optional zwei Seminare zu besuchen von insgesamt fünf Tagen. Während des zweiten Seminars erfolgt der IHK-Zertifikatstest. Ohne Besuch dieser zwei Seminare erhalten die Teilnehmer am Ende ein SGD-Abschlusszeugnis.

An der staatlichen Fernuniversität Hagen gibt es den Fernkurs „mediation kompakt“, indem die wichtigsten Grundlagen der Mediation, nicht nur speziell auf Wirtschaftsmediation bezogen, vermittelt werden. Dieser Kurs richtet sich insbesondere an Personen, die einen Einblick in den Bereich der Mediation erhalten möchten und sich noch nicht sicher sind, ob ein Fernstudium das richtige für sie ist. Das Fernstudium besteht aus zehn Skripten und zwei Präsenzveranstaltungen.

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