Wochenendkurse Rettungsschwimmer/in

Wer hat nicht schon einmal vom Leben als Rettungsschwimmer geträumt? Die Sommertage bei gutem Wetter am Strand verbringen, die Sonne genießen, sich im kühlen Nass erfrischen und ab und zu ein Leben retten? Die Tätigkeit des Rettungsschwimmers gehört sicherlich zu den am meisten idealisierten und romantisierten überhaupt, daran mag auch die TV-Serie „Baywatch“ ihre Anteil haben. Das echte Leben der Rettungsschwimmer besteht dagegen aus weit mehr als nur auf der faulen Haut zu liegen. Das fängt schon bei der Ausbildung an, die beileibe nichts für Jedermann ist. Aber das Beste ist: sie ist auch am Wochenende möglich – praktische Wochenendkurse zum Rettungsschwimmer machen es möglich.

 

Rettungsschwimmer – Nicht nur an Sonnentagen tätig

Doch wie wird man eigentlich Rettungsschwimmer per Wochenendkurs? Zunächst einmal müssen Sie eine Reihe körperlicher und charakterlicher Voraussetzungen mitbringen. Natürlich ist es unbedingt erforderlich, ein guter Schwimmer zu sein und keine Scheu vor dem Wasser zu zeigen. Das sollte sonnenklar sein. Ein Rettungsschwimmer muss jedoch nicht nur möglichst schnell schwimmen können, er braucht auch jede Menge Ausdauer. Beides zusammen können nur wenige Menschen bieten. Vergessen Sie auch nicht, dass Sie im Fall der Fälle nicht nur Ihr eigenes Gewicht, sondern auch noch das eines Ertrinkenden im Wasser schleppen müssen. Dies wird oft unterschätzt. Außerdem ist der Rettungsschwimmer nicht nur bei schönem Wetter gefragt, sondern vor allem auch unter widrigen Bedingungen.

Bei Sturm, Wellengang und eisigen Wassertemperaturen trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Der Rettungsschwimmer darf auch unter solchen Verhältnissen keine Sekunden zögern, ins Wasser zu springen. Letztlich ist das Rettungsschwimmerdasein auch nicht immer von Erfolg gekrönt. Es kann durchaus irgendwann passieren, dass Sie jemandem nicht mehr helfen können. Das kann am Meer genauso geschehen wie in einem Hallenbad. Überlegen Sie sich also vorher, ob sie den physischen Anforderungen und dem psychischen Druck dieser Tätigkeit gewachsen sind.

 

Das Rettungsschwimmerabzeichen ist Pflicht

Steht Ihr Entschluss fest, so brauchen Sie für die Tätigkeit als Rettungsschwimmer das Deutsche Rettungsschwimmerabzeichen (DRSA), eine bundesweit genormte Prüfung. Diese kann auch am Wochenende abgelegt werden.

Es gibt sie in drei verschiedenen Stufen. Es gibt das Rettungsschwimmerabzeichen in Bronze, in Silber und in Gold. Für die verschiedenen Stufen gibt es unterschiedliche Altersgrenzen. Diese sollten allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie zur Ausübung der Rettungsschwimmertätigkeit in der Regel volljährig sein müssen, nur selten gibt es Ausnahmen.
Das Rettungsschwimmerabzeichen in Bronze beinhaltet folgende Anforderungen: Mindestalter 12 Jahre, 200 Meter schwimmen in unter 10 Minuten, 100 Meter in voller Bekleidung schwimmen in unter 4 Minuten, Sprünge aus 1 Meter Höhe, 15 Meter tauchen, Tieftauchen sowie das Schieben und Schleppen einer Person über jeweils 50 Meter. Für die höhere Stufen Silber und Gold sind die Anforderungen dementsprechend höher, das heißt es müssen längere Strecken geschwommen und getaucht werden und die Sprünge erfolgen aus größeren Höhen. Eine detaillierte Auflistung der Anforderungen finden Sie hier.

Einen Einblick in einen Rettungsschwimmerkurs erhalten Sie hier:

 

Wie und wo kann das Rettungsschwimmerabzeichen im Wochenendkurs erworben werden?

Das DRSA können Sie zum Beispiel bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ablegen. Die DLRG unterhält Niederlassungen in allen größeren deutschen Städten. Möglichkeiten zum Ablegen des Rettungsschwimmerabzeichens gibt es auch bei der Wasserwacht, einer Unterorganisation des Roten Kreuzes. Auch die Wasserwacht verfügt über Stationen in ganz Deutschland, eine Übersicht gibt es hier.
Eine wichtige Voraussetzung, die Sie für eine Rettungsschwimmerausbildung benötigen, ist ein Erste-Hilfe-Kurs, der nicht länger als zwei Jahre zurückliegen sollte. Zumindest für die Stufen Silber und Gold. Das Rettungsschwimmerabzeichen in Bronze verlangt dagegen nur nach Kenntnissen über den Atem- und Blutkreislauf und die Wiederbelebung, ohne einen Nachweis.

Um als Rettungsschwimmer tätig zu sein wird allerdings in der Regel das Rettungsschwimmerabzeichen in Silber gefordert. Bronze genügt dagegen beispielsweise für Lehrer, die mit einer Schulklasse Schwimmunterricht machen wollen. Daher werden Sie um den Erste-Hilfe-Kurs nicht herum kommen. Sollten Sie diesen nicht vorweisen können, so macht dies keine großen Umstände. Erste-Hilfe-Kurse können Sie in jeder größeren Stadt absolvieren, sie dauern nicht länger als einen halben Tag, das ist also mühelos per Wochenendkurs möglich. Oftmals ist es ausreichend, den Nachweis innerhalb von drei Monaten nach Bestehen der Rettungsschwimmerprüfung nachzureichen.

 

Vorbereitung und Durchführung der Prüfung am Wochenende

Ist eine geeignete Möglichkeit in Ihrer Nähe gefunden, können Sie sich für einen Wochenendkurs zum Rettungsschwimmer anmelden. Sobald es losgeht, sollten Sie auch Ihr Schwimmzeug nicht vergessen! Badehose oder Badeanzug/Bikini, Handtuch und Badelatschen sind ein Muss. Sie können auch eine Schwimmbrille mitnehmen, allerdings sind die Prüfungen am Ende ohne Schwimmbrille zu absolvieren. Vergessen Sie auch nicht Ihren Personalausweis oder Reisepass.

Der Rettungsschwimmerkurs gliedert sich in 16 Lehreinheiten je 45 Minuten. Normalerweise sind die Kurse daher an ein bis zwei Wochenenden zu meistern. Während des Seminars werden vor allem praktische, aber auch theoretische Inhalte vermittelt. Zunächst einmal werden die verschiedenen Prüfungsaufgaben durchgeübt: Schwimm- und Tauchübungen, Sprünge ins Wasser, Schwimmen in Bekleidung sowie das Retten von Hilfesuchenden im Wasser. Am Ende einer Übungseinheit wird dann auch gleich der jeweilige Prüfungsteil erbracht, Sie müssen also nicht alle Prüfungsaufgaben in kurzer Folge absolvieren. Darüber hinaus werden auch Kenntnisse der Wiederbelebung und der Notfallmedizin sowie theoretisches Wissen zu Gewässern und der Wasserrettung vermittelt und am Ende in einer Klausur abgefragt.

Wochenendkurse zum Rettungsschwimmer variieren im Preis zwischen 20 und 60 Euro, das hängt auch von den Kosten für die örtliche Schwimmhallennutzung ab. Hinzu kommen gegebenenfalls noch 15 bis 30 Euro für den Erste-Hilfe-Kurs.
Zur Vorbereitung für die Rettungsschwimmerprüfung empfiehlt sich vor allem regelmäßiges Schwimmen. Ohnehin dürften die meisten Interessenten passionierte Wasserratten sein. Die verschiedenen Schwimm- und Tauchübungen sollten ruhig vor dem Seminar schon einstudiert werden, umso größer sind anschließend die Erfolgschancen.

 

Als Rettungsschwimmer tun Sie etwas für sich und andere!

Die Ausbildung zum Rettungsschwimmer ist sicherlich anspruchsvoll, sie kann aber beruflich und privat Vorteile bringen. Als nebenberuflicher Rettungsschwimmer an Stränden können Sie sich an den Sommerwochenenden ein wenig Geld dazuverdienen, wenn auch die Vergütung üblicherweise nicht sehr hoch ist und nur stundenweise abgerechnet wird. Das Rettungsschwimmerabzeichen ist jedoch für eine Reihe von Berufsgruppen sehr nützlich oder sogar unentbehrlich: Sportlehrer, Badehallenaufsichten und Bootsführer gehören dazu.

Doch auch wenn Sie nur ehrenamtlich als Rettungsschwimmer tätig sind, bleibt Ihnen das gute Gefühl der sozialen Verantwortung und das Bewusstsein, etwas für die eigene Fitness zu tun.
Das Rettungsschwimmerabzeichen ist übrigens zeitlich unbegrenzt gültig, der jeweilige Arbeitgeber kann aber im Abstand von mehreren Jahren eine Auffrischung verlangen.

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