Weiterbildung abbrechen: Gründe und Vorgehensweise

abbruch weiterbildungBerufliche Weiterbildungen sind interessant und vor allem für die weitere Karriere reizvoll. Trotzdem kommt es vor, dass man den Aufwand eines Fernstudiums, einer Promotion oder einer weiteren Ausbildung unterschätzt, denn ein Vollzeitjob, dazu familiäre Verpflichtungen und noch die Inhalte der Weiterbildung füllen die Tage schon ziemlich komplett aus und beanspruchen viel Kraft.

Vielleicht hat trotzdem bisher alles geklappt, aber die äußeren Umstände haben sich geändert. Das können Änderungen im Job sein, Probleme mit Familie und Partnerschaft, eine Erkrankung und nicht zuletzt auch eine erste oder weitere Schwangerschaft.
Die Weiterbildung abzubrechen ist an sich auch keine Schande, Sie sollten lediglich zusehen, dass Sie alles ordentlich abschließen, so dass Sie keine Brücken abbrechen und eventuell in der Zukunft wieder an den Stand anknüpfen können, den Sie bisher erreicht haben.
Wir schauen uns zunächst an, was so passieren kann, als nächstes bekommen Sie ein paar Ratschläge, wie Sie sich so zurückziehen, dass Ihnen niemand etwas übel nimmt oder nachträgt.

Die Gründe für den Abbruch einer Weiterbildung

Silhouette - Pfeil Symbol in einem grnen KreisJob und Arbeitsstelle

Zunächst kann es passieren, dass es mit der Weiterbildung im Job hakt. Sie merken einfach, dass Sie Ihre Aufgaben nicht bewältigen können, Ihr Chef ist aber auch nicht willens oder in der Lage, Sie teilweise freizustellen oder vorübergehend nur zu drei Vierteln arbeiten zu lassen (bei entsprechendem Lohnverzicht). Das muss keine Absicht sein, gerade in kleinen Betrieben sind oft alle Leute unabkömmlich.

In diesem Fall müssen Sie sich überlegen, ob Ihnen Ihr Job oder Ihre Weiterbildung wichtiger ist. Hätten Sie genügend Ersparnisse, um zwischenzeitlich auf Ihre Einkünfte zu verzichten oder könnte der Partner einspringen? Und könnten Sie später zurück, wenn Sie den Betrieb einmal verlassen haben?

Silhouette - Pfeil Symbol in einem grnen KreisSchwangerschaft

Ein Vollzeitjob und die Weiterbildung sind für sich schon mehr als genug Belastung. Kommt nun noch eine Schwangerschaft hinzu, kann es leicht passieren, dass Ihnen das alles zu viel wird. Gerade im ersten Trimenon, in dem die hormonellen Umstellungen in Ihrem Körper Amok laufen, ist die Belastungsfähigkeit oft sehr niedrig.

Andererseits fühlen sich viele Schwangere im zweiten und dritten Trimenon wiederum besonders fit und leistungsfähig, dazu zufrieden und motiviert. Außerdem gehen Sie nun eine Weile in Mutterschutz und haben im Prinzip mehr Zeit zur Verfügung als bei einem Vollzeitjob, zumindest wenn Sie ein Kind haben, das anständig schläft.

Überlegen Sie sich also gut, ob Sie Ihre Weiterbildung wegen der Schwangerschaft abbrechen wollen oder ob Sie diese Zeit ohne Belastungen durch den Job nicht sogar als Chance begreifen wollen, die Weiterbildung voranzutreiben.

Silhouette - Pfeil Symbol in einem grnen KreisKrankheit – eigene oder die eines nahen Angehörigen

Absolut wichtige ist es, eine Krankheit ernstzunehmen. Wenn Sie selbst krank werden, müssen Sie auf jeden Fall kürzer treten und sich schonen. Da sollten Sie Ihre Weiterbildung zumindest unterbrechen bis es Ihnen wieder besser geht, auf Kosten der Gesundheit darf so etwas niemals gehen. Wenn ein naher Angehöriger krank wird und Sie ihn pflegen müssen, trifft das gleiche zu. Der Tag hat nicht mehr als 24 Stunden, in so einem Falle wird Ihre Weiterbildung zeitweilig vielleicht ruhen müssen.

Was tun beim Abbruch der Weiterbildung?

Aus welchem Grund auch immer Sie nun Ihre Weiterbildung abbrechen müssen, Sie sollten dabei einiges beachten, damit Sie in Zukunft wieder weitermachen können. Begreifen Sie Ihren Abbruch also nicht als endgültiges Ende der Weiterbildung, sondern eher als zeitweilige Unterbrechung.

Ordnungsgemäß abmelden

Das erste und wichtigste ist: Melden Sie sich ordnungsgemäß ab, wenn Sie aufhören müssen. Geben Sie wenn Sie können auch die Gründe des Abbruchs an, so werden alle Beteiligten mehr Verständnis für Sie haben. Selbst wenn Sie vielleicht durch Ihre veränderte Situation zuhause viel Stress und 1.000 Sachen um die Ohren haben – nehmen Sie sich diese Zeit. So wird Ihre Abmeldung registriert und Sie verlassen Ihre Weiterbildungsstätte ordentlich.

Alle bislang erreichten Prüfungsergebnisse dokumentieren

Weiterhin wichtig: Lassen Sie sich Ihren bisherigen Weiterbildungsverlauf dokumentieren, vor allem alle bestandenen Prüfungen, erworbenen Credits und abgeschlossenen Seminararbeiten. So können Sie nahtlos anknüpfen, wenn Sie irgendwann genug Zeit haben, um weiterzumachen.

Studienarbeiten/Gemeinsame Projekte zu Ende führen

Nicht zuletzt sollten Sie auch an Ihre Kommilitonen oder Partner in Seminararbeiten denken. Lassen Sie diese nicht hängen, sondern übergeben Sie Ihren Teil der Arbeit ordentlich. Oder wenn Sie das nicht schaffen, dann schicken Sie wenigstens eine Email, in der Sie sich verabschieden und erklären, dass Sie Ihren Teil nicht schaffen. Das sollten Sie einerseits schon tun, weil es sich einfach gehört. Aber so bleiben Sie bei Kommilitonen und Dozenten dazu auch noch in guter Erinnerung, ein großer Vorteil, wenn Sie irgendwann wieder weitermachen wollen.

Fazit

Die Unterbrechung einer Weiterbildung kann eine große Zäsur sein und auch persönliche Tragik beinhalten. Aber lassen Sie sich nicht herunterziehen, schauen Sie nach vorne. Vielleicht können Sie irgendwann fortsetzen und zu Ende bringen, was Sie angefangen haben, eventuell sogar per Fernstudium:

Fernstudium 2022 - gratis und unverbindlich Studienführer bestellen:

FernschuleInfomaterial bestellen (am besten von mehreren)
Hier kostenloses Infomaterial des ILS anfordern!

Hier kostenloses Infomaterial der SGD anfordern!
Hier kostenloses Infomaterial der Fernakademie anfordern!
Hier kostenloses Infomaterial von Laudius anfordern!

Anmerkung: Um Platz zu sparen, wird in den Artikeln immer nur die männliche oder weibliche Form eines Berufs verwendet, zum Beispiel „Erzieherin“ oder „Betreuer“ statt „Erzieherin oder Erzieher“ und „Betreuerin oder Betreuer“. Die Wörter sind in allen Artikeln unabhängig von ihrem grammatischen Geschlecht als geschlechtsneutral zu verstehen und umfassen grundsätzlich beide Geschlechter.