Umschulung zum/zur Familienhelfer/in

Familienhelfer/innen unterstützen nach ihrer Umschulung Familien, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Familienhelfer/innen werden vom Jugendamt gerufen, wenn es darum geht, schwer erziehbare Kinder zu betreuen oder wenn in Krisensituationen schwerwiegende familiäre Probleme behandelt werden müssen. Im Gegensatz zu Familienpflegern existiert für Familienhelfer keine gesetzlich geregelte Ausbildung. Doch Familienhelfer müssen ein breites Aufgabenspektrum erfüllen. Dieses reicht von der Hausarbeit über die Kinderbetreuung bis hin zur Elternberatung. Familienhelfer arbeiten vorzugsweise in kirchlichen Einrichtungen, in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in Gemeinden.

 

Zukunftsaussichten

In der heutigen Zeit wandelt sich das Bild der Familie zunehmend. Die Strukturen innerhalb einer Familie sind anders als sie vor einigen Jahrzehnten waren. Heute dominieren Patchworkfamilien, alleinerziehende Mütter und Väter oder Familien mit einem Migrationshintergrund.
Aus diesen Gründen wird eine professionelle Betreuung und Beratung dieser Familien immer wichtiger. Familienhelfer haben deshalb gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

 

Inhalte und Dauer der Familienhelfer-Umschulung

Um in die professionelle Familienhilfe einzusteigen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Der Beruf des Familienhelfers ist allerdings mit keiner gesetzlich geregelten Ausbildung verbunden und daher kein anerkannter Ausbildungsberuf. Abhängig vom Umfang der gewählten Ausbildung variiert die Dauer der Umschulung zwischen ein und drei Jahren. Als Familienhelfer müssen Sie sich mit folgenden Themen befassen.

  • Hauswirtschaft
  • Medizin und Pflege
  • Pädagogik und Psychologie
  • Sozialarbeit
  • Religionen

 

Um eine Umschulung zum/zur Familienhelfer/in in Angriff zu nehmen, sind vor allem Ausdauer, eine gute Kommunikationsfähigkeit sowie Einfühlungsvermögen notwendig. Allerdings gibt es für Familienhelfer noch keine gesetzlich geregelte Ausbildung.

 

Für wen eignet sich eine Umschulung zum/zur Familienhelfer/in?

Die Umschulung zum/zur Familienhelfer/in richtet sich an Personen, die bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem ähnlichen Bereich verfügen. Das sind vor allem Sozialarbeiter/innen, Pädagogen und Pädagoginnen sowie Psychologen und Psychologinnen. Teilweise arbeiten auch Personen in diesem Bereich, die bereits über einen einschlägigen akademischen Abschluss verfügen. Institutionen suchen vermehrt nach gut qualifizierten Personen auf diesem Gebiet. Akademisch ausgebildete Kräfte werden daher bevorzugt.

 

Welche Förderungen gibt es für die Umschulung?

Eine Umschulung zum/zur Familienhelfer/in ist durch das Jobcenter oder die Arbeitsagentur nur in den seltensten Fällen möglich. Meist absolvieren angehende Familienhelfer/innen ein einschlägiges Studium. Dafür können eventuell Mittel aus dem BAFÖG beantragt werden. Bei einer nicht-akademischen Ausbildung muss eine entsprechende Berufsschule besucht werden. Hier können Sie unter Umständen Fördermittel Mittel aus dem Bildungspaket des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales BMAS in Anspruch nehmen.

 

Wer bietet eine Umschulung im Bereich Familienhilfe an?

In Deutschland beschäftigen sich mit der Umschulung von Familienhelfern im nicht-akademischen Sektor in erster Linie die Berufsfachschulen oder private Institutionen. Eine Umschulung erfolgt meist im Rahmen einer Ausbildung zum Familienpfleger, für den es in Deutschland eine gesetzlich geregelte Ausbildung gibt. Diese absolvieren Sie in einer Berufsfachschule. Daneben gibt es private Berufsfachschulen, die eine Ausbildung zum Familienpfleger anbieten.

Eine anerkannte Ausbildung zum/zur Familienhelfer/in ist in Deutschland nicht zu finden. Aus diesem Grund gibt es dafür auch keine klassischen Umschulungslehrgänge. Eine Möglichkeit, in die Familienhilfe einzusteigen bieten jedoch bestimmte Fachschulen.

 

Marta-Belster-Schulen

Diese Schulen in Freiburg bieten eine dreijährige Ausbildung als Familienpfleger/in an. Voraussetzung für den Besuch der Schule ist ein mittlerer Bildungsabschluss. Die Schule endet mit einem Abschluss zum staatlich anerkannten Familienpfleger.

 

Kaiserswerther Diakonie

Auch die Kaiserswerther Diakonie bietet eine schulische Ausbildung zum Familienpfleger an. Diese erfolgt im Rahmen der Erwachsenenbildung und dauert insgesamt 3 Jahre. Dies Ausbildung besteh aus einem theoretischen Unterricht sowie aus fachpraktischen Unterweisungen.

 

Alternative: Soziales Studium

Da es keine klassische Ausbildung zum/zur Familienhelfer/in gibt, arbeiten viele Absolventen sozialer Studienrichtungen als Familienhelfer/innen. Wenn Sie sich für eine Tätigkeit als Familienhelfer/in interessieren, können Sie daher auch ein sozialpädagogisches oder psychologisches Studium ins Auge fassen. In den meisten Fällen arbeiten Absolventen der Sozialpädagogik als Familienhelfer/in. Wenn Sie sich für ein derartiges Studium entscheiden, müssen Sie sich mit folgenden Themen auseinandersetzen.

 

Das Studium der Sozialpädagogik kann als Bachelorstudium und in weiterer Folge als Masterstudium abgeschlossen werden. Das Bachelorstudium erstreckt sich über einen Zeitraum von 6 bis 10 Semestern und das Masterstudium können Sie in 2 bis 4 Semestern absolvieren.

 

Ausbildungen für Quereinsteiger

Neben einer gesetzlich anerkannten Ausbildung als Haus- und Familienpfleger/in können Sie auch ähnliche Ausbildungen in Erwägung ziehen. Dazu gehören:

 

Umschulungen im Rahmen eines Fernstudiums

Darüber hinaus besteht für bestimmte Studienrichtungen auch die Möglichkeit, diese in einem Fernstudium zu absolvieren. Das gilt beispielsweise für das Studium der Psychologie, der sozialen Arbeit oder der Sozialpädagogik. Diese Studienrichtungen eignen sich, um später als Familienhelfer/in tätig zu werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einige Studienrichtungen auch berufsbegleitend im Rahmen eines Präsenzstudiums hinter sich zu bringen.

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Der Abschluss eines Studiums benötigt jedoch mehrere Jahre. Meist handelt es sich dabei um 6 bis 8 Semester, um den Bachelor zu erlangen. Danach können Sie ein Masterstudium in Angriff nehmen, das wiederum 2 bis 4 Semester dauert.