Weiterbildung zur Sprachförderkraft

kurs sprachförderungSprachförderkräfte arbeiten am häufigsten mit Kindern zwischen einem und sechs Jahren und unterstützen sie beim Erwerb der deutschen Sprache. Generell besteht die Aufgabe von Sprachförderkräften darin, die Sprache von Kindern mit Sprachdefiziten mit Hilfe verschiedener Methoden zu verbessern, um im Optimalfall das Sprachniveau von Gleichaltrigen zu erreichen.

Sprachförderung durch ausgebildete Sprachförderkräfte ist ein zentrales Element, um die Chancengleichheit von Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern. Häufig arbeiten Sprachförderkräfte mit Kindern, die einen Migrationshintergrund besitzen und deren Muttersprache nicht Deutsch ist und die aus diesem Grund Deutsch als Zweitsprache erlernen. In der Regel erfolgt die Sprachförderung direkt in den Kindertagesstätten vor Ort von den dort tätigen Erziehern mit entsprechender Weiterbildung. Darüber hinaus gibt es jedoch auch spezielle, einzelne Angebote außerhalb des Kindergartens.

Im Bereich der Sprachförderung gibt es unterschiedliche Weiterbildungen mit verschiedenen Schwerpunkten. So ist die Weiterbildung zur Sprachförderkraft bundesweit nicht einheitlich geregelt. Es gibt jedoch in einzelnen Bundesländern verschiedene Programme, die Erzieher zu zertifizierten Sprachförderkräften ausbilden, wie beispielsweise das Programm „Qualifizierung von Sprachförderkräften in Rheinland-Pfalz“. Anbieter, die durch ein solches Programm zertifiziert sind, verpflichten sich auch gewisse Inhalte und Standards einzuhalten, die durch das jeweilige Land vorgegeben sind.

Für welche Berufe bietet sich eine Weiterbildung zur Sprachförderkraft an?

Die Weiterbildung zur Sprachförderkraft richtet sich in erster Linie an Erzieher, darüber hinaus jedoch auch an folgende Berufsgruppen, die mit Kindern mit Sprachdefiziten arbeiten:

  • Grundschullehrer
  • DaZ-Lehrkräfte (Deutsch als Zweitsprache)
  • Logopäden
  • Sozialpädagogen
  • Heilpädagogen

Aufbau und Inhalt der Weiterbildung

Die Weiterbildungen zur Sprachförderkraft sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich aufgebaut und unterscheiden sich auch in Abhängigkeit von ihrer Zielgruppe und ihrer Schwerpunktsetzung. In der Regel setzen sich die Kurse aus einer Kombination verschiedener Unterrichtsmethoden zusammen. So erfolgt die Vermittlung notwendigen Wissens durch Fallbeispiele, konkrete Beobachtungen aus dem praktischem Alltag und der Erläuterung von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Theorien. Dabei stellt das Erlernen von sprachtheoretischem Wissen und von methodisch-didaktischen Förderkompetenzen einen Schwerpunkt dar. Darüber hinaus erlangen die Teilnehmer Informationen zu sprachlichen Entwicklungsprozessen bei Kindern und wie Sprachstörungen konkret zu erkennen sind.

Die Teilnehmer erlernen in dieser Weiterbildung ebenfalls wie Sprachfördereinheiten bei verschiedenen Gegebenheiten konzipiert und durchgeführt werden können. Einen weiteren Schwerpunkt stellen Erläuterungen dar, wie die Sprachentwicklung von Kindern zu beobachten und auch zu dokumentieren ist.

Berufliche Möglichkeiten nach einer Weiterbildung zur Sprachförderkraft

Personen mit einer Weiterbildung zur Sprachförderkraft arbeiten, in Abhängigkeit von ihrer Grundausbildung, mit Kindern aus verschiedenen Kulturen. Dabei besteht sowohl die Möglichkeit die Kenntnisse als Sprachförderkraft in den regulären Kindergartenalltag einzubauen, als auch Sprachförderung mit einzelnen Kindern in individuellen Sprachfördereinheiten zu betreiben.

Diese Weiterbildung wird beispielsweise angeboten von:

  • BAGAGE Pädagogische Ideenwerkstatt e.V.: Facherzieher/-in für Sprach-Bildung in Freiburg im Breisgau – zur Webseite
  • TH Köln: Fachkraft für Sprachförderung in Köln – zur Webseite
  • Volkshochschule Wittlich-Stadt und Land e.V.: Qualifizierung Sprachförderkräfte in Wittlich – zur Webseite

Verwandte Weiterbildungsmöglichkeiten per Fernstudium

Das Goethe Institut bietet einen Fernkurs mit dem Titel DAZ Kindergarten“ an, der sich speziell an Erzieher richtet, die in einem Kindergarten arbeiten. Die Teilnehmer benötigen im Durchschnitt sechs Monate für diesen Kurs und die Erzieher erlangen alle notwendigen Kenntnisse um Kindergartenkinder mit Migrationshintergrund, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, darin zu unterstützen Deutsch als Zweitsprache zu erlernen. Dabei spielen Themen aus dem Bereich der interkulturellen Pädagogik, Mehrsprachigkeit oder Zweitspracherwerb eine zentrale Rolle.

Darüber hinaus erhalten die Erzieher Einblick wie sie Sprachförderübungen im Kindergartenalltag effizient einsetzen können.

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